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Selbst beitragen — Nachhaltig im Alltag

Heizen und lüften

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Orte, Termine und weiterführende Ratgeber am Ende dieses Ratgebers kommen live aus unserem Bestand. Jede Regel im Text nennt ihre Quelle; maßgeblich ist die verlinkte Originalseite.

Wie warm jedes Zimmer sein sollte, wie du richtig lüftest und Schimmel vermeidest: Heizenergie sparen in der Berliner Wohnung, ohne zu frieren.

Beim Wohnen ist die Wärme der größte Posten: Private Haushalte in Deutschland verwenden laut Umweltbundesamt rund zwei Drittel ihres Energieverbrauchs, um Räume zu heizen (Stand 2024) [3]. In einer Berliner Mietwohnung entscheidest du zwar nicht über den Kessel im Keller – aber darüber, wie warm jedes Zimmer ist und wie du lüftest. Beides spart Energie und schützt vor Schimmel.

Die richtige Temperatur für jeden Raum

Das Umweltbundesamt empfiehlt im Wohnbereich möglichst nicht mehr als 20 °C, sofern es sich behaglich anfühlt, in der Küche 18 °C und im Schlafzimmer 17 °C [1]. Jedes Grad weniger spart Heizenergie [1]. Bist du ein paar Stunden weg oder schläfst du, reichen etwa 18 °C, bei einigen Tagen Abwesenheit 15 °C [1].

Zu kalt ist aber auch nicht gut: Schlafräume sollten möglichst nicht unter 16 °C sinken, wenn das Fenster nachts nicht offen steht, und auch selten genutzte Räume brauchen etwas Wärme [2].

Thermostat und Heizkörper

Das Thermostatventil hält die Temperatur im Raum konstant; die mittlere Stufe – meist die 3 – entspricht etwa 20 °C [1]. Programmierbare Thermostate senken die Temperatur zu festen Zeiten ab und können etwa zehn Prozent Energie sparen [1]; ob du sie in der Mietwohnung austauschen darfst, klärst du vorher mit der Hausverwaltung.

Stell Heizkörper nicht zu und häng sie nicht mit Vorhängen ab – sonst erreicht der Raum die gewünschte Temperatur unter Umständen gar nicht [2]. Gluckert ein Heizkörper, muss er entlüftet werden [1]; in der Mietwohnung meldest du das der Hausverwaltung, wenn du es nicht selbst erledigen kannst.

Richtig lüften

In einem Vierpersonenhaushalt gelangen durch Atmen, Duschen, Kochen und Waschen jeden Tag etwa zwölf Liter Wasser in die Raumluft [1]. Deshalb: mehrmals täglich die Fenster ganz öffnen und kurz und kräftig stoßlüften, am besten mit Durchzug durch gegenüberliegende Fenster – im Winter reichen fünf bis zehn Minuten [1]. Dreh währenddessen die Heizung ab [1]. Dauerhaft gekippte Fenster bringen wenig und fördern Schimmel an den Fensterrändern [1]. Lüfte immer, wenn Wasserdampf entsteht: nach dem Kochen, nach dem Duschen und beim Wäschetrocknen [1]. Ein Hygrometer zeigt dir die Luftfeuchte; in nicht oder schlecht gedämmten Wohnungen sollte sie im Winter in der Regel unter 50 Prozent liegen [1]. Kühle Räume nicht mit warmer Luft aus den anderen Zimmern „mitheizen“ – damit trägst du Feuchtigkeit hinein [2].

Zugluft stoppen

Durch undichte Fenster und Türen geht viel Energie verloren; poröse Stellen lassen sich mit Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen abdichten [1]. Achtung bei Gasetagenheizungen: Viele ziehen ihre Verbrennungsluft direkt aus dem Raum – kläre vorher mit dem Schornsteinfeger oder dem Heizungsfachbetrieb, welche Abdichtung möglich ist [1].

Wenn die Heizkosten trotzdem hoch sind

Wie du deine Abrechnung prüfst und welche Rechte du als Mieterin oder Mieter hast, erklärt der Ratgeber „Heizkosten senken in der Mietwohnung“; geht es um eine neue Heizung im Haus, hilft „Heizung ersetzen“. Unabhängige Energieberatung in Berlin findest du im Bereich „Wohnen und Energie“.

Orte und Termine dazu

Energieberatung für Mieterinnen und MieterWohnen und Energie · 13 Angebote

RatgeberHeizkosten senken in der Mietwohnung

RatgeberHeizung ersetzen – Schritte, Wärmeplanung, Förderung

Quellen

Nr.QuelleHerausgeberURLStand laut QuelleAbgerufen
[1]Richtiges Heizen schützt das Klima und den GeldbeutelUmweltbundesamthttps://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/heizen-bauen/heizen-raumtemperaturkein Seitendatum17.10.2026
[2]Richtig Heizen, Schimmelbildung vermeidenUmweltbundesamt (Auszug aus „Leitfaden zur Ursachensuche und Sanierung bei Schimmelpilzwachstum in Innenräumen“, 2005)https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/schimmel/richtig-heizen-schimmelbildung-vermeidenLeitfaden 200517.10.2026
[3]Energieverbrauch privater Haushalte (Abbildung „Anteil der Anwendungsbereiche der privaten Haushalte 2008 und 2024“ mit Datentabelle)Umweltbundesamthttps://www.umweltbundesamt.de/daten/umweltzustand-trends/private-haushalte-konsum/wohnen/energieverbrauch-privater-haushaltezuletzt aktualisiert 22.12.2025; Daten 2024 (Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Stand 10/2025)18.10.2026
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